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01. November, 2016

Lohnkostenoptimierung: Berufsspezifischen Erkrankungsrisiken begegnen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat systematisch Daten von 26 Millionen gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern ausgewertet. Ergebnis dieser Studie: In bestimmten Berufen treten Erkrankungen des Herz-Kreislauf- sowie des Muskel-Skelett-Systems besonders häufig auf. Als Gegenmaßnahme empfiehlt die Studie gezielte Gesundheitsförderung zur Prävention. Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter mit passenden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung unterstützen. Solche Maßnahmen reduzieren zum einen Fehlzeiten. Gleichzeitig lassen sich mit ihnen auch Lohnkosten optimieren.


Erkrankungsrisiken in bestimmten Berufen

Die Studie der BAuA weist einen klaren Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf- und Muskel-Skelett-Erkrankungen nach. Solche Erkrankungen treten der Studie zufolge deutlich häufiger auf bei:

  • Lager- und Transportarbeitern
  • Metallarbeitern
  • Köchen
  • Pflegekräften

Den höchsten Bedarf an Präventionsmaßnahmen haben darüber hinaus abhängig vom Geschlecht folgende Berufsgruppen:

  • Kunststoffverarbeiter und Abfallbeseitiger (Männer)
  • Helferinnen im Pflegebereich, Versandabfertigung, Reinigungskräfte für Räume und Hausrat (Frauen)

Um die Erkrankungen in den genannten Bereichen zu reduzieren und zur Vorbeugung empfiehlt die Studie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Betrieben.


Gesundheitsförderung als steuerfreie Zuwendung

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung kann ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern als steuerfreie Zuwendung zukommen lassen. Sinnvoll sind zum Beispiel Fördermaßnahmen in den Bereichen:

  • Bewegung
  • Stressreduzierung
  • Ernährung

Viele Maßnahmen in diesen Bereichen sind als Präventionsangebote anerkannt. Ist das der Fall, kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern entsprechende Maßnahmen im Wert von bis zu 500 Euro pro Jahr zukommen lassen. Bis zu dieser Grenze fallen für die übernommenen Kosten weder Lohnsteuern noch Sozialversicherungsbeiträge an.

Gesundheitsförderung zu Lohnkostenoptimierung einsetzen

Als steuerfreie Zuwendung lassen sich Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung ideal zur Optimierung der Lohnkosten einsetzen. Etwa als Alternative zu einer anstehenden Lohnerhöhung. Die meisten Arbeitnehmer nehmen solche Angebote dankbar an. Arbeitgeber können so auf Dauer und bei mehreren Angestellten enorme Kosten im Bereich der Lohnkosten einsparen. Im Rahmen einer Gehaltsumwandlung lassen sich die Kosten für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung nicht einsetzen. Per Gesetz müssen die Kosten zusätzlich zum regulären Arbeitsentgelt übernommen werden. Das ist bei einer Gehaltsumwandlung nicht der Fall.


Beraten lassen

Wer als Arbeitgeber seine Lohnkosten optimieren möchte, sollte sich in jedem Fall individuell und kompetent beraten lassen. Beim Einsatz von steuerfreien Zuwendungen sind immer viele verschiedene gesetzliche Vorgaben zu beachten. Durch gezielten Einsatz und optimale Ausschöpfung möglicher Maßnahmen lassen enorme Einsparungen der Lohnkosten erreichen.