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Lohnkosten senken

Qualifiziertes Personal spielt in immer mehr Branchen eine entscheidende Schlüsselrolle. Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Unternehmer, denen es gelingt kompetente und engagierte Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen, verschaffen sich echte Wettbewerbsvorteile. Das Problem: Hierzulande herrscht in vielen Bereichen ein akuter Mangel an Fachkräften. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Die Lage wird sich wohl in der Zukunft sogar noch weiter zuspitzen.

Um Fachkräfte für sich gewinnen und dauerhaft an das Unternehmen binden zu können, müssen Arbeitgeber attraktive Konditionen und Arbeitsbedingungen bieten. In vielen Fällen bedeutet das: hohe Gehälter anbieten. Gleichzeitig machen Personalkosten in vielen Unternehmen einen erheblichen Teil der Kosten aus und die Verantwortlichen möchten Lohnkosten senken, statt durch immer attraktivere Gehälter in die Höhe zu treiben.

Eine interessante Option, mit der sich gleichzeitig effektiv Lohnkosten senken und attraktive Konditionen schaffen lassen, sind steuerfreie oder pauschal besteuerte Leistungszuwendungen. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich Zusagen des Arbeitgebers, Kosten für bestimmte Leistungen oder Sachzuwendungen zu tragen. Zum Beispiel in Form von:

  • Gutscheinen für bestimmte Waren oder Dienstleistungen
  • Zuschüssen für Kinderbetreuung
  • Kostenübernahme für gesundheitsfördernde Maßnahmen

Diese Leistungen können entweder als feste Zusage zusätzlich zum Arbeitslohn vereinbart oder als einmalige Zahlung zur Honorierung besonderer Leistungen eines Arbeitnehmers eingesetzt werden.

Die Vorteile für den Arbeitnehmer bestehen darin, dass die Zuwendungen des Arbeitgebers entweder gar nicht oder nur pauschal versteuert werden müssen und auch nicht der Sozialversicherung unterliegen. Sie kommen also in voller Höhe beim Arbeitnehmer an. Ein Vorteil, der mit steigendem Steuersatz immer größer wird. Der Arbeitgeber kann mithilfe der Zuwendungen seine Lohnkosten senken, weil er insbesondere Lohnnebenkosten sparen kann.

Lohnkosten senken mithilfe von steuerfreien Zuwendungen – welche gibt es?

Arbeitgeber, die mithilfe von steuerfreien Zuwendungen, häufig auch als Lohnbausteine bezeichnet, ihre Lohnkosten senken möchten, haben vielfältige Möglichkeiten dafür. Der Gesetzgeber hat innerhalb der Sozialversicherungs- und Lohnsteuergesetze zahlreiche Spielräume für steuerfreie Zuwendungen geschaffen, mit deren Hilfe sich Lohnkosten senken lassen. Beliebte und weit verbreitete Zuwendungen sind zum Beispiel:

  • Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Berufskleidung
  • Fahrkarten für ÖPNV
  • Warengutscheine und Sachbezüge
  • Zuschüsse zur Kinderbetreuung
  • Firmenwagen
  • Fort- und Weiterbildung
  • Verpflegung
  • Umzugskosten
  • etc.

Für alle Zuwendungen gelten unterschiedliche Regelungen, Vorgaben und auch Höchstgrenzen. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Einsatzmöglichkeiten sowie die Möglichkeiten, Lohnkosten senken zu können.

Gesundheitsförderung

Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ein wertvolles Gut. Das erkennen auch immer mehr Arbeitgeber und entschließen sich, ihre Mitarbeiter bei der Erhaltung ihre Gesundheit zu unterstützen. In vielen Fällen kann dies durch steuerfreie Zuwendungen geschehen. Die Höchstgrenze liegt bei 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr. Um steuer- und sozialversicherungsfrei zu bleiben und damit auch wirklich die Lohnkosten des Arbeitgebers zu senken, ist es wichtig, dass die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bestimmten Kriterien entsprechen. Nämlich den Vorgaben der Krankenkassen, als Präventionsmaßnahme anerkannt zu werden. Das ist zum Beispiel der Fall bei:

  • Kursen zur Suchtprävention und Rauchentwöhnung
  • Rückengymnastik
  • Kurse für gesunde Ernährung
  • Entspannungs- und Stressabbaukurse
  • etc.

Zuschüsse zur Kinderbetreuung

Zuschüsse zur Kinderbetreuung sind ein sehr interessantes Instrument, wenn es darum geht, Lohnkosten zu senken. Entscheidet sich ein Arbeitgeber für diese Art der steuerfreien Zuwendung, übernimmt er für seinen Arbeitnehmer Kosten für die Betreuung dessen Kinder zum Teil oder in voller Höhe. Voraussetzungen sind dafür:

  • Das Kind ist noch nicht schulpflichtig
  • Das Kind wird tatsächlich in einer entsprechenden Einrichtung (Kindergarten, Krippe, Kita, Tagesmutter etc.) betreut
  • Der Zuschuss wird zusätzlich zum vereinbarten Gehalt gezahlt
  • Der zweite Elternteil, erhält von seinem Arbeitgeber noch keinen Zuschuss zur Kinderbetreuung

Weil Zuschüsse zur Kinderbetreuung unbegrenzt steuerlich geltend gemacht werden können und nicht der Sozialversicherung unterliegen, lassen sich mit ihnen besonders effektiv Lohnkosten senken.

Ein weiterer positiver Effekt für den Arbeitgeber: Er leistet einen Beitrag zur guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie und verschafft sich so ein familienfreundliches Image, ohne selber aufwändige Maßnahmen wie die Einrichtung eines Betriebskindergartens ergreifen zu müssen.

Warengutscheine und Sachbezüge

Eine weitere häufig verwendete Möglichkeit um Lohnkosten zu senken, sind Warengutscheine und Sachbezüge. Sie erfreuen sich insbesondere in Form von Tankgutscheinen auch bei Arbeitnehmern großer Beliebtheit. Anders als zum Beispiel Zuschüsse zur Kinderbetreuung sind sie jedoch in ihrer Höhe vergleichsweise streng restringiert. Es gilt eine Freigrenze von 44 Euro. Wird dieser Betrag auch nur um einen Cent überschritten, wird der Gesamtbetrag steuerpflichtig. Gerade bei Tankgutscheinen kann dies schnell geschehen, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist. Alles in allem handelt es sich bei Warengutscheinen jedoch um eine sehr flexible Möglichkeit, Arbeitnehmern steuerfrei Zuwendungen zukommen zu lassen und so Lohnkosten zu senken.

Vorteile gegenüber anderen Verfahren, Lohnkosten zu senken

Lohnkosten lassen sich auf verschiedene Weisen senken. Die häufigste dürfte eine einfache Lohnkürzung sein. Für Mitarbeiter hat diese Vorgehensweise jedoch nur Nachteile. Derart demotiviert entscheiden sich gerade gut qualifizierte Arbeitskräfte schnell zu einem Wechsel des Arbeitgebers.

Anders verhält es sich, wenn Arbeitgeber ihre Lohnkosten senken, indem sie Lohnbausteine, bzw. steuerfreie Zuwendungen einsetzen. In diesem Fall hat der Arbeitnehmer am Monatsende mindestens genauso viel Geld zur Verfügung, wie vor der Lohnkostensenkung. In den meisten Fällen steht ihm sogar mehr Geld als vor einer Optimierung zur Verfügung.

Lohnkosten senken – so funktioniert eine Lohnkostenoptimierung

Das Prinzip der Lohnkostenoptimierung beruht im Grunde darauf, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf verständigen, einen Teil des bisherigen Bruttogehaltes durch steuerfreie Zuwendungen zu ersetzen. Durch diese Verringerung des Bruttogehaltes lassen sich die Lohnkosten senken. Auf die steuerfreien Zuwendungen fallen keine Lohnnebenkosten an.

Im Gegensatz zum regulären Gehalt muss der Arbeitnehmer die Zuwendungen gar nicht oder nur pauschal versteuern. Sie stehen ihm also in vielen Fällen in voller Höhe zur Verfügung.

Lohnkosten senken – kompetente Beratung macht es möglich

Wie bei allen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten, gilt es auch bei Maßnahmen, die die Lohnkosten senken sollen, kompetente Hilfe und Beratung in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise lassen sich die Zuwendungen auswählen, die einen möglichst großen Einsparungseffekt bewirken und gleichzeitig auch dem Arbeitnehmer einen Vorteil verschaffen und so zu einer Win-win-Situation für beide Seiten sorgen.

Lassen Sie sich beraten! Unsere Berater stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Mit unserer Hilfe können Sie:

  • Herausfinden, wo und auf welche Weise sich in Ihrem Unternehmen Lohnkosten senken lassen
  • Passende Zuwendungen für Ihre Mitarbeiter ermitteln
  • Vertragliche und organisatorische Anpassungen bei der Einführung von steuerfreien Lohnbausteinen vornehmen